Auf der F208 bis zur Wegkreuzung mit der F225. Weiter auf der F225. In der Domadalshals sollte nach Norden ein Weg abzweigen der in der Atlaskort als Reitweg eingezeichnet ist. Wohl schoener um hoch zur Landmannahellir Huette zu kommen.
Part1: 6km
Part2: 13km
Part2b: 5km (nur das Stueck Reitweg!)
= 19km
WP XF225: Wegkreuzung F225 mit F208 (sind auf F208 wechseln auf F225)
WP DMDLHL: Domadalshals
WP WPDG18: Wegpunkt von DG, hoffentlich auf dem Reitweg
600 HELLIF Furt Helliskvisl (pruefen ob das die vor oder nach der Huette war)
WP LANDMH: Landmannahellir Huette
Landmanahellir Huette. Ja Huette, in der Huette.
Heute Morgen bei leichtem Regen von Landmannalaugar aus aufgebrochen. Noch kurz
mit ein paar deutschen (auch Vater und Sohn) gesprochen. Sind zum dritten mal
auf Island. Hatten aber die ersten zwei male besseres Wetter. Haben kurz vorher
noch mit einer Seniorin gesprochen die _9_ Wochen auf Island ist und das nicht zum
ersten mal. Auch ihnen ist aufgefallen das die Ueberland Buslinien zugunsten der
Veranstalter von diversen Daytours zusammen gestrichen wurde. Lustigerweise war die
Seniorin komplett in Kleidung der Globetrotter Hausmarke "Four Season" verpackt.
Die beiden anderen waren ganz gut ausgeruestet. Trangia, JW Jacken (naja einige
haben ja keine sehr hohe Meinung mehr von JW), Hilleberg Zelt, Lowe Alpine
Rucksaecke. Wollten eigentlich den Laugavegur als Foto-Tour machen, bei
dem Wetter haben sie aber keine Lust dazu gehabt und suchen jetzt nach
Alternativen.
Wir sind dann mit den, jetzt wieder teuflisch schweren, Ruecksaecken auf die Piste:
F224, F208, F225 -> hoch nach Landmannahellir.
Das Tragesystem von Berghaus ist bei dem Gewicht mal wieder uebelst zu ertragen.
Wenigstens gehen die Fuesse halbwegs - zumindest bis zur Furt ca. 1km vor der Huette.
Hier bekomme ich beim furten Sand in eine halb offene Blase gespuelt. Der restliche
Weg bis zur Huette ist Schmerz in Reinform. Aufgrund des zunehmend stuermischen Wetters
und meiner Fussbeschwerden waehlen wir fuer die naechste Nacht mal einen Platz in der
Huette. Bekommen dann einen Platz in der grossen Huette zugewiesen die wir im vorbeigehen
erst fuer einen Stall gehalten hatten. Ist zwar noch etwas kalt hier aber wenigstens sind
wir weitestgehend allein. Wenn die Huette voll ist wird es bestimmt unangenehm hier.
Ein spanisches oder italienisches Paar beabsichtigt wohl auch hier zu naechtigen.
Sind aber im augenblick noch einmal weg gefahren.
Ich "operiere" erst einmal meine Fuesse. Es schmerzt. Habe jetzt ca. die Haut von
der Flaeche eines fuenf Mark Stuecks raus geschnitten. Mal sehen wie sich das
morgen anfuehlt.
Mein Vater hat in der Zwischenzeit das Abendessen, Gartengemuese Sojarisotto
Trekker Mahlzeit, gekocht. Jetzt was lesen, Aufzeichnungen und Cappucino trinken.
Im sitzen oder liegen schmerzt es jetzt fast garnicht mehr. Schlimm
wird es wohl wenn ich auf Toilette muss. Draussen stuermt es noch. Denke es war
ganz gut in die Huette zu gehen. Mal sehen ob ich morgen bis Afangagil komme.
Wieder 21km. Etwas mehr Steigung dafuer aber mindestens 5km weglos laufen, das
verspricht in gewisser weise etwas Abwechslung.
Auch wenn ich es nicht besonders heroisch finde auf so einer Tour in einer Huette zu uebernachten, wenn es nicht wirklich noetig ist (wie z.B. die Uebernachtung in der Baldvinskali Huette), war es wahrscheinlich nicht die schlechteste Entscheidung da Sand in einer offenen Wunde wirklich fuerchterlich schmerzt. Schade war eigentlich nur das viele der anderen Reisenden die man in den Huetten antrifft quasi kein Englisch sprechen.