Tag 08 - 07.07.2005 - Ruhetag

Planung

Strecke: Ruhetag Landmannalaugar

Heute wird entspannt und nicht gelaufen.

Tagebuch

Landmannalaugar, mittags irgendwann
Letzte Nacht hat es kurz geregnet - also raus und Waesche reingeholt. Heute morgen war es dann bewoelkt und etwas kuehl aber trocken. Habe erst gegen 11Uhr gefruehstueckt. Muesli wie immer, davon haben wir bei aktuellen Verbrauch aber zuviel dabei. Seltsam. Habe den Vormittag weiter rum gegammelt und ein bischen im Silmarillion gelesen bin aber noch keine 50 Seiten weit gekommen.

Mal ein wenig in die Karten und die Planung der naechsten Tage geguckt. Morgen stehen uns 20km bevor - laut Karte aber fast keine Steigung und viel Piste. Vorhin dann auch mal unsere Pakete abgeholt. Magnus konnte sie nicht finden und ich wollte schon unruhig werden. Seine Kollegin wuste dann aber genau wo sie waren. Super alles wie geplant funktioniert.
So und jetzt haben wir zuviel Gas, Berge an Muesli und unmegen an Teebeuteln. Mal sehen was wir draus machen. Heute abend wird es Reis und einen Nachtisch geben - das Zeug muss halt irgendwie weg. Es ist halt wie befuerchtet so das man auf der ersten Tour immer etwas zuviel mitschleppt.

Landmannalaugar hat ansich nicht viel zu bieten wenn man mal vom HotPot absieht und trotzdem wimmelt es hier einfach nur so von Touristen. Wollen wohl doch alle in den HotPot. Argh das wird eng, da moechte ich doch auch nochmal rein. Gerade weht es etwas mehr also keine Fliegen und die Sonne lugt auch mal durch die Wolken.

Noch ein Nachtrag zum Thema Muesli: Das billigere schmeckt besser und mit einer Tuete "Heisse Schokolade" drin ist es dann auch richtig lecker. Hatte eigentlich geplant heute Donuts am Cafebus zu fruehstuecken aber bei unserem Vorratsstand waere das kontraproduktiv gewesen.

Unsere weitere Route wird jetzt definitiv die zweite Variante ueber Landmanhellir und Afangagil. Da sind die Etappen zwar auch lang aber nicht so toedlich lang wie die erste geplante Route durch die Lavawueste.

So war noch eine Runde im HotPot, wurde mir aber nach der Ankunft einer Busladung Ossis aber schnell zu voll (Nein, es interessiert mich wirklich nicht wer sich wo am Vorabend wie betruken hat. Auf dem Level kann ich auch zuhause mithalten aber bitte nicht in so einem Urlaub.). Habe danach etwas weiter im Silmarillion gelesen. Liege jetzt im Zelt und draussen wird es gerade sehr stuermisch. Diese Nacht wird wohl eine erste Zerreissprobe fuer die Stabilitaet von Jan seinem viel gelobten Tatonka Alaska. Wind kommt aus Sued-Osten.
Haben vorhin unter der Ueberdachung gekocht. Asia Suppe von Maggi mit Basmati Reis - echt lecker. Beim Tee kochen ging dann langsam die Gaskartusche leer und alles hat sehr lang gedauert so das jetzt meine Zehen leicht angefroren sind, ein zweites Paar Socken waere echt toll gewesen. Die Berge um uns herrum liegen jetzt im Nebel, der Wind ist nicht mehr so stark aber dafuer regnet es.
Die Franzosen aus der Thorsmoerk sind auch gerade angekommen und gruessen freundlich.
So Sturm und Regen quasi vorbei, also raus Zaehne putzen. Die Franzosen feiern mit Bier, totem Tier, Salat usw. scheinbar ihr erreichtes Ziel.

Zwischennotiz, Leben und Musik:
Gestern beim spuelen summte jemand "Dirty old town", gerade summte jemand vom Kill Bill v1 OST das Elle Driver Stueck. (Anmerkung: Das Stueck heist "Twisted Nerve" und ist von Bernard Hermann.)
So schlafen. Jetzt. Sofort. Hoffentlich ist es morgen wieder halbwegs trocken.

Anmerkungen

Bevor jemand fragt: Ich bin kein Vegetarier und habe auch nichts gegen totes Tier auf dem Grill.

Was die Sache mit der Routenplanung anbeland hatten ich urspruenglich vor von Landmanalaugar aus ueber die F208, 26 und 32 bis zur Holaskogur Huette zu laufen. Im Nachhinein bin ich froh dies nicht getan zu haben da wir sonst min. einen Tag entlang der 26 und 32 auf einer ausgebauten Strasse gelaufen waeren. Ich habe spaeter noch gemerkt wie uebel es ist auf geteerten Strassen mit Berschuhen zu laufen. Ausserdem haetten wir auf dem Abschnitt noch grosse Mengen Wasser mit schleppen muessen was bei mir definitiv zu Problemen mit der maximalen eigenen Belastbarkeit und der des Rucksacks gefuehrt haette.

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