7:15Uhr Abfahrt zum BSI Terminal
Bus 10, Abfahrt 8:30Uhr nach Skogar (Richtung Selfoss) ca. 11:20Uhr
Ankunft in Skogar.
Start rechts am Skogarfoss vorbei dann immer dem Weg Folgen. Nach ca. 6km kommt eine Bruecke. Von hier aus noch ca. 6km bis zur Baldvinskali Huette oder 8km bis zur Utivist Huette.
Part1: 6,6km
Part2: 6,2km
= 13km
WP SKOGBU: Bushaltestelle in Skogar
WP SKOGFO: Skogarfoss
WP SKOGFU: Bruecke Skogar
WP BALDSK: Baldvinskali Huette von FI
WP WFZEL1: Zeltplatz der WF Leute fuer Tag 1
WP FIMMSK: Fimm Huette von Utivist
Morgens raus - 5:30Uhr - toedlich
Zwinge mich zu dieser unmenschlichen Uhrzeit aufzustehen. Fruehstuecken
noch mit dem uebrigen Skyr von gestern und packen dann zusammen.
An der Bushaltestelle der 5 treffen wir einen deutschen, aus Bochum der
jetzt in Muenster lebt, der auch zum BSI moechte. Unerwartet haelt auf
der anderen Seite vor der Jugenherberge ein Flybus. Der
Mensch aus Bochum fragt wohin der den moechte da er in einem
Reisefuehrer Informationen ueber einen
taeglichen Transfer zwischen Jugendherberge und BSI gelesen hatte. Und
siehe da das ist ein direkter
Transport zum BSI, kostet zwar 250ISK aber was solls. Also schleppen
wir den kram wieder rueber und
machen es uns im Bus gemuetlich. Ich bin immer noch unheimlich muede.
Am BSI kaufen wir unser Ticket nach Skogar und ich versuche irgendwie wach zu werden mit sehr maessigem Erfolg. Versuche im Bus unterwegs zu schlafen. Da es eh regnet verpasse ich nicht besonders viel. Bei unserer Ankunft gegen 11:20Uhr am Campingplatz in Skogar ist es zum glueck trocken.
Wir benutzen noch einmal die Toilette und machen uns dann auf runter
zum Wasserfall. Machen ein paar
Fotos und dann geht es auf die Treppe hoch. Ich habe schon hier mit dem
Gewicht meines Rucksacks zu
kaempfen an dem ich unten das Zelt befestigt habe. Das kann ja heiter
werden. Der Rucksack schwer
wie blei, ich unausgeschlafen, das Wetter streckenweise sehr stuermisch
- ich wuensche mich
augenblicklich zurueck nach Deutschland. Davon ab koennte der Weg den
wir laufen auch der weg
der tausend Wasserfaelle heissen. Eigentlich ist wirklich hinter jeder
Biegung ein neuer Foss zu
begutachten. Leider ist das Wetter nicht so einladend fuer laengere
Fotostops :(.
Begegnen unterwegs 3 Tschechen die uns mit einem rasanten Tempo
ueberholen. An der Bruecke ueber die
Skogar ueberholen wir wieder.
Ab hier wurden meine Leiden mit dem Rucksack immer groesser was zu
einer furchtbaren Koerperhaltung
fuehrt die mich fast verzweifeln laest. An einer Wegkreuzung der Piste
die wir nun laufen
ueberholt uns eine Gruppe von 6 Islaendern die ein paar Meter weiter
oben auf uns warten. Ich checke
mit dem GPS den Kurs und einer der Islaender fragt ob wir auch zur
Baldvinskali Huette laufen und welchen Weg ich zu nehmen gedenke. Ich
antworte ihm das laut meinem GPS der Weg geradeaus der richtige sei und
er meint das sein GPS identisches sagt. Irgendwie munterte mich diese
Situation ein
wenig auf. Spaeter faellt mir ein das ich hier haette einen Wegpunkt
nehmen sollen fuer die Nachwelt. Mist chance verpasst. Die Islaender
haben nur kleine Rucksaecke mit Trinksystem dabei und sind entsprechend
vor uns an der Huette. Die Huette selber ist eine Chatastrophe. Ich
erinnere mich das Dieter in seinem
Bericht von 1996
von einer sehr
spartanischen Huette gesprochen hat. Oben ein paar Matratzen und unten
zwei Gasflaschen mit Heizstrahler und Kocher. Daran hat sich nichts
geaendert ich habe fast den Verdacht die Gasflaschen wurden seitdem
nicht einmal getauscht. Im Vorraum der Huette
stapelt sich der Muell, die Leiter und die Bretter an der Tuer sind
morsch und stellenweise stehen Fuetzen zwischen dem Muell. Drinnen
sieht es nicht besser aus. Die Waende mosig und es ist ekelig feucht.
Die Bretter der ehml. "Kueche" sind von der Feuchtigkeit verzogen die
Tische voellig dreckig.
Oben sieht es nur unwesentlich besser aus die Matratzen sind klamm. Die
Islaender fragen nach dem
woher und wohin und erzaehlen das sie selbst auf dem weg in die
Thorsmoerk sind. Sie werden heute noch bis runter laufen wo ihre
Freunde mit dem Gepaeck warten um morgen mit ihnen zurueck Nach Reykjavik zu
fahren. Ein paar Leute die abgestiegen sind haben ihnen gesagt das oben
ein Schneesturm tobt und das sich das Wetter ueber Nacht nicht aendern
soll. Sie empfehlen uns bis zur Fimm Huette von Utivist zu laufen aber
ich bin zu sehr am Ende um die 2-3km noch zu laufen. Ein Maedel bemerkt
noch das die Toilette hier "disgusting" sei und nicht benutzbar. Die
Islaender machen sich nach einem kleinen Snack Wetterfest inkl.
Gamaschen und Wollunterwaesche und sind dann wieder unterwegs. Grade
als sie die Huette verlassen Tauchen die Tchechen auf. Ein Mann und
zwei Maedels. Die Maedels sprechen quasi kein englisch und der Mann nur
sehr gebrochen. Da wir defenitiv hier bleiben werden mache ich mich
noch einmal raus um die Umgebung anzugucken und nach Wasser zu suchen
da die Schneereste zu schmelzen sehr aufwendig waere und sie ohnehin
sehr dreckig sind.
Die Toilette ist in der Tat "digusting" die Tuere finde ich ca. 50 Meter Berg ab an der Senke. Ich folge dem GPS in Richtung des Zeltplatzes der wetterfest.ch Jungs da in ihren Aufzeichnung davon die Rede war das nahe ihres Zeltes ein kleiner Bach floss. In der Senke ist es fast winstill und ich hoere Wasser plaetschern. Ah auf der anderen Seite des Schneefeldes ist also der Bach. Ok zurueck zur Huette und Topf zum schoepfen und die Wassersaecke genschnappt und wieder runter in die Senke. Ich versuche geradeaus auf die Stelle zu zu laufen an der der Bach zu sehen ist und versinke nach 10m fast im Sulz. Scheinbar breitet sich der Bach unter dem Schneefeld aus. Mist. Also wieder zurueck und ich gehe entlang der Wegmarkierung durch die senke und naehere mich von der anderen Seite. Ah hier geht es. Ich fuelle die Wassersaecke und mache mich auf den Weg zurueck zur Huette. Bei meiner koerperlichen Verfassung und dem Wetter mitten im Sulzschnee ist selbst dieser halbe Kilometer eine Qual. Ich bin irgendwie froh in der useligen Huette zu bleiben anstatt noch mit Gewicht weiter laufen zu muessen.
In der Huette fragt mich der Tscheche direkt woher ich das Wasser habe. Ich erklaere ihm das er meinen Fusspuren folgen soll die an der Markierung entlang verlaufen. Ich hoffe er hat mich verstanden. Ein paar Minuten spaeter ist er wieder zurueck. Ich bin mit meiner eigenen Tourvorbereitung zu frieden. Ohne den Hinweis auf den Bach waere die Wassersuche wahrscheinlich unnangenehmer geworden.
Wir kochen Wasser fuer Tee und die Trekking Mahlzeiten. Die Erbsensuppe die ich mir ausgesucht habe schmeckt sehr laff und ich wuerze nach. Gut das ich diesen Gewuerzstreueer mit mir herrum schleppe. Gegen 20Uhr liegen wir oben im Schlafsack da wir uns mit den Tschechen eh nicht unterhalten koennen. Spaeter kommen noch andere Leute in die Huette, allerdings registriere ich das nur noch im Halbschlaf.
Es faehrt tatsaechlich jeden morgen ein Bus vom Youth Hostel bis zum
BSI Terminal. Es gibt keinen Grund sich die City Busse anzutuen.
Die Baldvinskali Huette ist wirklich uebelst zugerichtet und ich kann
sie niemanden empfehlen. So wie ich gehoert habe gibt es an der Fimm
Huette kein Wasser so das es sich empfiehlt an dem kleinen Bach neben
dem Wegpunkt WFZEL1 nochmal die Vorraete aufzustocken sofern man keine
Lust auf Schneeschmelzen hat.